Die Gerechte - Peter Swanson

Rezension

Autor: Peter Swanson
Originaltitel: The Kind Worth Killing
Dt. Titel: Die Gerechte
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsdatum: 16.01.2017
Genre: Thriller
Seiten: 416

Klappentext

Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als eine attraktive Frau sich neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann?

Meine Meinung

Für mich war "Die Gerechte" ein ziemlich spannendes und neues Leseerlebnis, denn Peter Swanson hat hier einen außergewöhnlichen Plot erschaffen.
Die Leser erleben nicht das Geschehen nach einem Verbrechen, sondern den direkten Weg dahin. Ob nun ein Mord geschieht, oder etwas anderes, vielleicht auch nichts? Das solltet ihr schnell selbst herausfinden.
Es gibt eine Menge überraschender Entwicklungen, doch leider weiß man ca. ab der Hälfte des Buches im Grunde was noch passieren wird. Dadurch nimmt die Spannung ein wenig ab, trotzdem möchte man wissen was genau geschieht und ob man richtig vermutet. Ich verspreche Euch, es lohnt sich weiterzulesen, denn am Ende erwartet Euch noch einmal ein Höhepunkt.
Die Charaktere sind sehr extravagant und so auch gewöhnungsbedürftig, aber eine ganz normale Figur hätte ja auch schlecht in dieses Setting gepasst, oder?
Peter Swanson zeigt uns, dass sich das Böse hinter unauffälligen Fassaden verbergen und dort sein Unwesen treiben kann.

Fazit

Die Abgründe, die sich zwischen den Zeilen in Peter Swansons "Die Gerechte" auftun werden jedem Thrillerliebhaber eine echte Freude bereiten. Leider ist ab dem Mittelteil die Spannung ein wenig raus, da der Fortlauf vorhersehbar ist. Durch das grandiose Ende wird diese Länge jedoch wieder ausgeglichen und lässt einen mit klopfendem Herzen zurück.